Gruftis
Die Gothic-Kultur entstand Anfang der 80er Jahre als eine neue Subkultur die sich vor allem aus dem Punk- und New-Wave-Umfeld rekrutierte. In den 80ern und 90ern existierten sie hauptsächlich als Dark-Wave-Bewegung, bevor es rund um die Jahrtausendwende zu Änderungen kam: Die Entwicklung der Gothic-Kultur setzte sich fort und konnte im gesamten Bundesgebiet Wachstum verzeichnen. Wieviele Gothic-Fans es wirklich gibt ist nicht ermittelt, einige Experten schätzen die Anzahl jedoch auf rund 40.000 Deutschlandweit. Gothic hat sich aus den Interessensgebieten am Tod und dem Friedhof in Kombination mit der schwarzen und als Gothic-Rock bezeichneten Musik entwickelt. Der Bedeutungsinhalt des Begriffs bedeutet dabei in etwas düster oder schaurig. Die Abtrennung zwischen Goth und Grufti ist dabei nur schwer nachzuvollziehen, wird aber gemeinhin wie folgt beschrieben: Die Gruftibewegung hebt sich von der Gothicbewegung vor allem durch das äußere ab, indem auf einen extrem hellen Teint oder eine art LEichenstil wert gelegt wird. Die Gruftiszene war insbesondere Ende der 80er Jahre aktiv und trat dabei auch in der DDR auf. Nach Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit gab es zum Ende der DDR-Zeit im jahr 1989 in etwa 600 registrierte Gruftis, welche von der Stasi kritisch gesehen und überwacht wurden. Hier lag auch der große Unterschied zum Westen, denn in der ehemaligen DDR wurden die Gruftis eingeengt oder sogar durch z.B. schlechte Noten für ihre äußeres bestraft. Die größten Einflussfaktoren des Goth sind neben dem eingangs erwähnten Punk die New Romantic und die Dark Romantik. Diese New Romantik läst sich musikalsich als eine Mischung nahe den Stilen Funk und Glam Rock bezeichnen. In wie weit der Einfluss der New Romantik die heutige Gothic-Kultur beeinflusst hat ist bis heute umstritten, insbesondere die Gruftis jedoch messen der New Romantik eine große BEdeutung im Rahmen der Kulturentwicklung bei.